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Eltern- Baby- Begleitung: haben wir ein Schreibaby?

Autorenbild: Liliane Strassl
Liliane Strassl
25. Mai
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Aug.


Die Geburt eines Kindes, ist ein außergewöhnliches und zentrales Ereignis im Leben, nicht nur für das betroffene Menschlein sondern auch für Mutter und Vater.

Der Mensch ist zum Zeitpunkt seiner Geburt, nach neun Monaten Schwangerschaft eigentlich eine Frühgeburt. Auf Grund des verhältnismäßig großen Kopfes im Verhältnis zum Beckendurchmesser der Mutter, wäre eine natürliche Geburt zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr möglich. Die Konsequenz ist, dass verschiedene Organsysteme nach neun Monaten Schwangerschaft noch nicht ausgereift sind. Insbesondere das hochsensible

Nervensystem eines Babys ist noch unreif und erlebt alle Reize, die über seine Sinnesorgane aufgenommen werden als intensiv und schnell als überfordernd. Das kleine Wesen kann nur nonverbal mitteilen, was es braucht und was ihm zu viel ist. Das Neugeborene ist daher in hohem Maße darauf angewiesen, dass ein erwachsenes Gegenüber, mit einem reifen Nervensystem, sich auf das noch Unreife einstimmt und abstimmt um sich gut entwickeln und gedeihen zu können.

Babys, die aus unterschiedlichen Gründen weinen, schreien und damit ihre Bedürfnisse, ihre Verzweiflung, ihre Hilflosigkeit ausdrücken fordern auch den Erwachsenen Menschen aufs äußerste. Die Hilflosigkeit des Babys, löst auch im Erwachsenen unmittelbar eine Hilflosigkeit aus, denn, wir wissen oft nicht, was wir tun können, um seine Not zu lindern, sie zu stillen.


Als Osteopathin untersuche ich Babys und kleine Kinder auf überspannte oder blockierte Gelenke, Organe, Gewebe und leite über Berühren und Mobilisieren Entspannungsprozesse ein. Gleichzeitig arbeite ich mit der Mutter, die ihrerseits der wichtigste Co- Regulator für das Baby ist. Kann die Mutter/der Vater in sich einen Ankerpunkt der Ruhe finden und aus dieser Ruhe heraus dem Baby begegnen ist ganz viel gewonnen. Die Mutter wird in diesem Augenblick wie ein sicherer Hafen für das Baby, in dem es in Sicherheit ist und Geborgenheit erlebt. Es spürt, da komme ich an, da kann ich loslassen, da finde ich Halt- es kann sich mehr und mehr auf das hier sein, in dieser Welt- einlassen und sich anvertrauen.

Damit wächst das für unser menschliches Dasein so wichtige Urvertrauen.

Wenn Mütter in der therapeutischen Begleitung lernen, bei ihrem Kind da zu sein, sich selbst und das Nervensystem des Kindes zu beruhigen, dann findet das Kind in seine eigene Ruhe und es entspannt sich.


Die Arbeit an diesem sicheren Ankommen dauert meistens nur wenige Sitzungen (1-3) und es profitieren Eltern und Kinder davon.


Ein geglückter Start hilft, das Leben gelingender zu leben!

 
 
 

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